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Gespielt: Death's Door
Unterhaltung

Gezockt: Meine liebsten Spiele in 2021

2021 habe ich weniger gelesen und mich dafür öfter den Videospielen zugewandt. Zum einen war es mit meiner Konzentrationsfähigkeit auf Texte ein bisschen weit her, zum anderen habe ich eine PS5 ergattert und musste das Ding natürlich zum Glühen bringen. Dabei habe ich vor allem Indie-Spiele lieben gelernt und gerade zum Jahresende hin noch einmal unerwartete Highlights entdeckt. Hier sind meine liebsten Spiele, die nicht zwingend in 2021 erschienen sind.

Die Top 5!

Gespielt: Little Nightmares, PS5

Platz 5: Little Nightmares

Little Nightmares stand lange auf meiner Wunschliste. Im Dezember habe ich es dann endlich davon befreit. Die Steuerung hat mir Anfangs ein paar Probleme bereitet, weil sie mir zum einen sehr träge vorkam – wobei das auch gewollt gewesen sein kann, weil wir ein ungelenkes Kind steuern – und zum anderen hatte ich hier und da das Gefühl, dass die Aufbereitung für die PS5 nicht ganz sauber funktioniert hat. Aber kurz bevor ich das Spiel in die Ecke werfen wollte, hat es mich dann doch gepackt. Die Story ist im Grunde schmal und schnell erzählt. Man steuert ein kleines Kind durch einen alptraumhaften Schiffsrumpf und muss vor allem unentdeckt bleiben. Dabei geht es wirklich unheimlich zu und spätestens im letzten Abschnitt hatte ich eine Gänsehaut. Es gab eine Szene, die mich ganz stark an Chihiros Reise ins Wunderland erinnert hat, was ich sehr sehr cool fand. Spätestens da hatte mich das Spiel dann auch am Wickel und musste in die Top 5 einziehen. Ein kurzweiliges, atmosphärisch starkes Spiel, dass mich trotz einiger Startschwierigkeiten begeistern konnte. Teil 2 steht noch auf der Wunschliste und wird auf jeden Fall bald folgen.


Gespielt: Dorfromantik, ToukanaPlatz 4: Dorfromantik

Dorfromantik war ein Spontankauf, nachdem ich ein paar Spielszenen bei den Rocket Beans gesehen habe. Oder war es Game Two? Na, ist ja auch egal, gehört ja eh irgendwie alles zusammen. Jedenfalls habe ich das Spiel mal antesten wollen und war sofort vollkommen begeistert. Ein Puzzlespiel ohne Stress und ohne große Herausforderungen. Es gibt ein paar Aufgaben zum Punkte sammeln, wenn man will, oder man wechselt in den Kreativmodus und baut gemütlich ein Dorf nach persönlichem Geschmack auf. Bei all dem Stress dieses Jahr war Dorfromantik eine sehr willkommene Abwechslung, die einfach entspannt. Sowohl optisch als auch von der musikalischen Untermalung her, versetzt mich das Spiel auch weiterhin in den Zen-Zustand und wird mich nach 2022 begleiten.


Gespielt: Ratchet & Clank: Rift Apart

Platz 3: Ratchet & Clank: Rift Apart

Mit Ratchet & Clank hatte ich einen verzögerten Start. Im Juli bekam ich eine PS5 zum Geburtstag geschenkt (ja, ich weiß, ich war auch völlig baff), da war das Spiel mit im Bundle. Natürlich habe ich es sofort ausprobiert und bin kläglich gescheitert. Zu wild, zu bunt, zu fröhlich, zu schnell, zu viel auf einmal. Ich habe es gehasst und bis Dezember nicht mehr angeguckt. Dann sind mir die Spiele ausgegangen, meine Stimmung war nicht mehr ganz so düster und irgendwie wollte ich das Spiel dann doch nochmal testen. Ein Glück, dass ich es getan habe, denn beim zweiten Anlauf habe ich mich in Ratchet & Clank verliebt und das Spiel mit Freude durchgezockt. Nicht nur das, es ist sogar unerwartet in meine Top 5 eingestiegen, wie ihr seht.


Gespielt: Kena: Bridge of Spirits

Platz 2: Kena: Bridge of Spirits

Kena: Bridge of Spirits war meine große Spiele-Hoffnung für 2021 und hatte sich dann auch tatsächlich schon als Jahreshighlight an die Spitze gesetzt. Warum es dann doch auf Platz 2 weichen musste, erzähle ich gleich noch. Wunderschöne Optik, ebenso schöne Musik, ein Hauch von Ghibli. Musik und Dramatik haben mich zeitweise sehr an Prinzessin Mononoke erinnert, ohne dass es da wirklich eindeutige Übereinstimmungen gegeben hätte. Es fühlt sich einfach beides ähnlich an für mich. Die kleinen Rots sind so süß, dass einem die Zähne klirren können, aber sie haben es faustdick hinter den Ohren, wie man im Verlauf erfährt. Die Auflösung der Geschichte fand ich sehr gelungen, teilweise habe ich es geahnt und am Ende war ich traurig, dass das Spiel vorbei ist. Unter all der schönen Optik liegt aber auch eine Prise Tragik, die dem Spiel mehr Tiefe verleiht, als ich erwartet hatte. Hat mir wirklich sehr gut gefallen und gehört unbedingt empfohlen.


Gespielt: Death's Door

Platz 1: Death’s Door

Und hier ist mein Gewinner des Jahres: Death’s Door. Kurz vor knapp hat die kleine Sensenmann-Krähe mit dem Laserschwert Kena vom Siegertreppchen geschubst. Es war ein hartes Kopf an Kopf Rennen, aber am Ende haben die vielen perfekten Details von Death’s Door gewonnen. Einfach jede Kleinigkeit in diesem Spiel hat einen Sinn. Wo man beispielsweise sonst einfach nur Heilkugeln sammelt, sammelt man hier Samen, pflanzt sie ein und hat man alle Samen im Spiel gefunden und alle Heiltöpfe bestückt, öffnet sich irgendwo eine Bonustür. Ich habe noch nie so akribisch jedes Bonus-Item in einem Spiel gesucht und das auch noch mit anhaltender Freude. Die kleine Reaper-Krähe im Dienste der Bürokratie hat mein Herz im Sturm erobert. Dieses Spiel ist skurril, witzig, sieht genial aus und spielt sich unheimlich flüssig. Von der Story habe ich zunächst nichts erwartet, so nach und nach merkte ich aber auch da, wie viele tragische und humorvolle Details da zusammenkommen. Wenn ihr diese Metroidvania ähnlichen Jump’n’Run Adventures liebt, dann müsst ihr Death’s Door spielen, liebe Zockerfreunde. Es wäre ein tragischer Verlust, wenn ihr das Spiel verpasst!

Trenner

So, nun haben wir die Top 5 gekürt, es gab aber noch ein paar Spiele, die ich zumindest erwähnen möchte. Here we go:

Honorable Mentions:

Ender Lilies: Quietus of the Knights

Ender Lilies ist wieder ein Spiel, das ich bei den Rocket Beans zuerst gesehen habe. Etienne hat es im Stream gespielt und ich war sofort angefixt. Musik: nice! Optik: doppelt nice! Die Steuerung lief rund und den Wechsel zwischen den verschiedenen Knights fand ich erfrischend. Gibt es noch nicht so oft und fand ich hier sehr gut gemacht. Die Bosse haben mich teilweise etwas mehr gefordert, aber nicht so sehr, dass es in Frustration umgeschlagen wäre. Einziger Wehrmutstropfen: Auf der PS5 hat das Spiel an einer Stelle einen Bug, so dass ich bestimmte Kammern nicht erreichen und meine Spielefigur nicht mehr aufleveln konnte. Eine Ecke des Spiels ist deswegen auch noch unerkundet, da es bisher keinen Patch dazu gab. Was ich ein bisschen schade finde ist auch, dass man zum Spielende kommen kann ohne alle Bereiche aufgedeckt zu haben. Dadurch ist man dann irgendwie fertig und irgendwie auch nicht. Der Boss ist besiegt, aber das Feld noch gar nicht richtig erkundet und irgendwo tummelt sich auch noch ein Zwischenboss herum, den ich noch nicht erreichen konnte, der mir aber eine neue Fähigkeit geben würde. Alles in allem hat das Spiel aber auf jeden Fall Spaß gemacht und sollte da irgendwann ein Patch kommen, werde ich auch die ungespielten Ecken noch erkunden.

Hollow Knight

Hollow Knight. Was soll ich zu Hollow Knight sagen? Es hätte so schön werden können, wenn, ja wenn es nicht so maximal frustrierend wäre. Keine Speicherpunkte vor Bossen, kein Teleport zwischen Speicherpunkten, eine endlose Lauferei von A nach B und wieder zurück. Die wenigen Transportstationen liegen oft ewig weit vom letzten Speicherpunkt entfernt, dazwischen Gegener, die immer wieder neu spawnen, wenn man gerade zum 100. Mal gestorben ist. Ich bin leider nicht weit gekommen, bevor mich der Frust gepackt hat, weil ich in einem Gebiet feststecke, von dem ich nicht mehr wegkomme. Zurück geht nicht, weil da zu viele starke Gegner sind, vor geht nicht, weil da ein übermächtiger Boss wartet. Ich glaube, ich sollte noch gar nicht in dem Gebiet sein, irgendwie bin ich aber in den Kaninchenbau gefallen und als Schwächling in diesem doch sehr starken Umfeld gelandet. Von vorne anfangen hatte ich wegen all der Lauferei dann leider überhaupt keine Lust, so dass ich das Spiel aufgegeben habe, was mich wirklich ärgert. Denn optisch ist das Spiel sehr gelungen und es hat so so so gute Ansätze, die wirklich hätten Spaß machen können.

Diablo II Resurrected

Wie viele Jahre mir mein Mitbewohner von Diablo I und II vorgeschwärmt hat. Ich kannte das Spiel nicht, da ich ohne PC aufwuchs und auch bis heute eher ein Konsolenkind bin. Ich bin dann erst mit Diablo III eingestiegen und hatte damit lange meinen Spaß. Als Diablo II Resurrected dann dieses Jahr erschienen ist, habe ich das natürlich auch gleich angeworfen. Am Anfang fand ich die altbackene Skill-Steuerung doch sehr gewöhnungsbedürftig und wenig erfreulich, nach einer Weile bin ich aber ganz gut reingekommen und hatte meine Freude an dem Spiel. Optisch auf jeden Fall interessanter als Diablo III, muss ich sagen. Ein Highlight des Jahres war das Spiel für mich jetzt nicht, aber es ist durchaus gut und verdient erwähnt zu werden.

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Greift ihr auch gerne mal zum Spiel statt zum Buch? Erzählt mir gerne, welche Spiele euch Spaß gemacht haben, was ihr mir dringend ans Herz legen möchtet oder welches der eben genannten euch vielleicht neugierig gemacht hat.

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